Unser Vorschlag sieht vor, den grandiosen Innenraum des Marstallgebäudes wieder erlebbar zu machen. Eine frei eingestellte Ebene auf Höhe der Fenster bietet Raum für ein großzügiges Foyer mit Blick über den Marstallplatz und ist nutzbar als festlicher Ballsaal. Die im Krieg zerstörte Kassettendecke wird abstrakt als bedruckte gläserne Lichtdecke neu interpretiert. Sie gibt dem Raum einen angemessenen oberen Abschluß, zugleich begrenzend und öffnend. Die umschließenden Wände, die Krieg und Nachkriegszeit überstanden haben, bleiben in ihrer hohen handwerklichen Qualität sichtbar.

Hinter dem Marstall, auf einer verwilderten Brachfläche zur Marstallstraße hin, wird mit einer Fuge, die Treppen und Aufzüge aufnimmt und den Konzertsaal mit dem Foyer verbindet, ein neuer akustisch optimierter Konzertsaal als eigen- ständiger plastischer Baukörper vorgeschlagen, durch sorgfältig plazierte Brücken punktuell mit dem weiterhin freistehenden Solitärbaukörper des Klenze'schen Marstall verbunden.