Der Neubau des Kinderhospitals in innerstädtischer Lage interpretiert das Gebäude als Weg. Als Verbindung zwischen der Halle des Marienhospitals und dem Haupteingang des Kinderhospital an der Johannisfreiheit durchzieht er wie eine Passage mäandernd das Erdgeschoß, dem historischen Verlauf der Pfaffenstraße folgend. Eng mit dem öffentlichen Raum der Stadt verzahnt, sich zur Außenwelt öffnend, ist er zugleich Aufenthaltsbereich, Ort der Begegnung und Haupterschließung des Kinderhospitals.

In den Stationen weiten sich die Flure immer wieder zu natürlich belichteten Sitznischen und Spielzonen mit wechselnden Ausblicken über die Stadt. Terrassen ermöglichen Patienten, Personal und Besuchern den Austritt ins Freie. Alle Bettenzimmer sind - zu kleinen Gruppen zusammengefaßt - nach Süden zur Sonne, zum Grün der Fußgängerzone und zum Stadtleben hin orientiert.