Drei quer zur Ismaninger Straße verlaufende, aufgeständerte Baukörper führen die in ost-westlicher Richtung verlaufende Grundstruktur der vorhandenen Klinikbebauung weiter und bilden ein maßstäbliches Gegenüber zur aufgelockerten Villen-bebauung der gegenüberliegenden Straßenseite. Unter diese Riegel ist ein erdgeschossiger, von der Straßenfront zurückge-setzter Sockel geschoben.
Die so gewonnene Aufweitung des Straßenraumes wurde nach einem Konzept des Künstlerduos Dirk und Maik Löbbert als „Wandelhalle“ gestaltet: eine Reihe rot gefärbter Stützen bildet einen Filter zum öffentlichen Raum mit seinem lebhaften Verkehr. Durch Spiegelung in der mit stark reflektierendem Glas belegten Erdgeschoßfassade wird ein halb realer, halb virtueller, beidseitig von einer Säulenreihe flankierter Raum aufgespannt, teilweise überdacht von den drei Riegeln der Obergeschosse, eine Wandelhalle, Reminiszenz an die zahlreichen Wandelhallen klassischer Bade- und Kurorte.


In der Innenraumgestaltung wird dieser Gedanke weitergeführt in möglichst offenen, lichten Räumen, die ihren Beitrag dazu leisten, Ängste abzubauen, sich gut aufgehoben zu fühlen. Assoziationen eher an ein Hotel, vielleicht ein Kurhotel sollen entstehen, weniger an die unpersönliche, zuweilen beklemmende Atmosphäre einer Krankenanstalt. Verkehrsbereiche und Wartezonen sind natürlich belichtet, mit vielfältigen Bezügen und Blickbeziehungen nach außen. Die Magistrale erlaubt über ihre ganze Länge Ausblicke in die Parklandschaft des Klinikums; über großzügige Verglasung wird sie zu einem geschützten Teil des Außenraumes, einer internen „Straße“.