Erweiterung und Restrukturierung des zentralen Untersuchungs- und Behandlungsbaus eines Kreiskran-kenhauses aus den sechziger Jahren. Dabei wurden die Funktionszusammenhänge neu geordnet und zeitgemäße energetische Standards eingeführt. Durch sorgfältige Planung des Ablaufs konnte während der gesamten Bauzeit der laufende Krankenhausbetrieb ohne Unterbrechung aufrecht erhalten werden.

Im Rahmen dieser Eingriffe wurde auch das Erscheinungsbild des Hauses grundlegend überarbeitet. Die heterogene Gebäudegruppe des Bestands wurde mit der Erweiterung zu einem einheitlichen Baukörper zusammengefaßt. Nach außen signalisiert die völlig erneuerte, präzise Fassade aus Metall-Lamellen in unterschiedlichen Breiten und Farben den hohen Anspruch an die medizinische Betreuung.
In die kompakte Baumasse wurde eine dichte Folge unterschiedlich begrünter Höfe geschnitten, um Tageslicht in die Kernzone zu lenken und alle wichtigen Räume natürlich zu belichten. Das übergeordnete lineare Flursystem begleitet die Höfe tangential und wird als eine Sequenz wechselnder Blick- und Lichtbezüge nach außen erlebt. Dieser ständige visuelle Kontakt zum Außenraum in Verbindung mit der übersichtlichen geradlinigen Wegeführung erleichtert Patienten und Besuchern eine intuitive, einfache Orientierung.

Zeitgemäße Fassadentechnik ermöglicht eine maximale Tageslichtausbeute. Helle Oberflächen und klare, lichte Farben schaffen eine beruhigende offene Atmosphäre.